Texter – ein eigenständiger Beruf?

Denken wir an Texte, so fallen uns Zeitschriften, Bücher, Blogs und vielleicht auch Kommentare in den sozialen Netzwerken ein. Oder, an welche Texte denken Sie? Nur Texte allein sind keine Grundlage für spannende Geschichten, Krimis und Co. Es sind viel mehr die Gedanken des Autors, der uns einfach auf eine spannende Reise mitnimmt und dafür sorgt, dass wir doch sein Buch in einem Rutsch durchlesen.

Geeigneten Texter finden

Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich selbst das Vorwort eines Buches las und anfing zu gähnen. Der Autor selbst betitelte sich als Bestsellerautor und ist nun der Meinung, dass er wirklich alle Menschen dieser Welt mit seinem Buch erreicht. Das ist seine Wunschvorstellung und somit auch sein eigener Anspruch.

TexterNun möchte ich selbst aber nicht behaupten, dass ich eine perfekte Texterin bin. Nein! Ich möchte aber dennoch sagen, dass ich mich wohlfühle, wenn ich Texte schreiben darf. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass meine Auftraggeber genau das merken. Texte sind nicht dafür da, sie aus dem Ärmel zu schütteln. Sie müssen in Zeilen verpackt und zurecht geformt werden. Sie müssen mir als Erstes gefallen und erst dann schicke ich sie ab. Habe ich selbst Bauchschmerzen beim Ausdruck meiner verfassten Zeilen, so überarbeite ich diesen Text einfach noch mal – bis es passt.

Briefing für gute Texte

Als Texterin verdient man nicht den goldenen Löffel. Die Nachfrage ist riesig und kaum vorstellbar, wofür Texte benötigt werden. Webseiten, Zeitschriften, Kataloge, Produktbeschreibungen und Vergleiche sind so einige Dinge, wofür Texter gesucht werden. Aber so richtig bezahlen, möchte wohl niemand dafür. Dabei ist diese Tätigkeit mehr als schwierig. Der Ablauf wiederholt sich zwar immer wieder, aber dennoch ist jeder Auftraggeber anders und hat seine ganz eigenen Ansprüche an den Text.

  • Briefing des Kunden verstehen und eventuell auftretende Fragen klären,
  • Recherchieren im INet, Lexikon, etc.,
  • Materialien sammeln per PC,
  • Text verfassen, Überschriften und Zwischenüberschriften finden,
  • Keywords des Kunden beachten,
  • Nochmals durchlesen, Fehler korrigieren und Absätze ändern,
  • Briefing mit Text abgleichen,
  • Text an den Kunden schicken und
  • evtl. Korrekturen vornehmen, wenn der Kunde es wünscht.

Das hört sich alles schematisch an und so könnte man sagen: Na ist doch super, die Texter sitzen sich den A* wund und können den ganzen Tag machen, was sie wollen. Ja, das stimmt – der Hintern leidet. Das ständige Hin- und Herrutschen auf dem Stuhl, dem Sofa oder auf der Wiese macht es aber auch nicht besser. Wem es leicht fällt, Texte zu verfassen, hat wohl weniger mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. Aber dennoch ist die Tätigkeit als Texter ein eigener Beruf und die Konzentration muss immer da sein, ob es stürmt oder schneit oder einem der Schweiß während der Hitzewelle auf die Tastatur tropft. Es ist der Anspruch jeden Texters, seine Auftraggeber zufriedenzustellen und mit einem Lächeln im Gesicht den nächsten Tag entspannt anzugehen. Oder liebe Texter sehe ich das falsch?

Im nächsten Blog werde ich mich den eigentlichen Tätigkeiten von zeitlos-texten widmen. Reden für jeden und Texte für alle – dieses Motto hört sich toll an, ist aber nicht immer möglich. Warum das so ist und welche Texte den höchsten Zuspruch finden, werde ich mal genauer unter die Lupe nehmen.