Rede schreiben lassen oder selbst schreiben?

Haben Sie sich schon eine Rede schreiben lassen oder haben Sie diese selbst geschrieben? Wer ist denn schon verheiratet und kann ein Lied singen, von all der „chaotischen“ Vorbereitung? Wer sich bereits das „Ja-Wort“ gegeben hat, kann wirklich behaupten, dass es auch positiven Stress gibt. Nachdem nun die ersten Einladungskarten verschickt wurden, geht es erst mal so richtig los. Tischkarten? Ja oder nein. Polterhochzeit? Ja oder nein. Hochzeit im Zeichen eines bestimmtes Themas? Ja oder nein. Es gibt zig tausende Fragen, die dem Brautpaar durch den Kopf gehen und doch irgendwie beantwortet werden müssen. Besonders emotional kann eine Rede sein, die Vergangenes, Humorvolles und Wünschenswertes enthält.

Rede schreiben lassen mit meinen Emotionen

Wer schon verheiratet ist, braucht sich ja mit dieser Thematik nicht mehr auseinandersetzen. Pustekuchen! Wer Trauzeuge, Brautmutter, Brautvater, Schwiegereltern, bester Freund, Schwester oder Bruder ist, darf sich damit und mit noch so vielem auseinandersetzen. Gerade dann, wenn eine Rede gehalten werden soll. Wobei das Wort „soll“ sich jetzt irgendwie nach Zwang anhört. Eine Hochzeit ist doch was Schönes und so darf sich eine „Rede“ dem auch anpassen.

Rede schreiben lassen
Emotionen und Gefühle können genauso in einer Rede verpackt werden, die von einem anderen geschrieben wurde. Lässt man sich eine Rede schreiben, so bleibt genügend Zeit, sich damit auseinanderzusetzen und das freie Sprechen zu üben.

Es geht schon gut los. Ein leeres Blatt Papier zu finden und die Frage nach dem richtigen Schreibutensil. Kugelschreiber oder Füllfederhalter? Bleistift und Radiergummi? Oder doch am PC? Wie rum es nun auch betrachtet wird, das Blatt Papier schreibt sich nicht von allein. Aber wie schreibt man denn nun eine Rede? Ist es vielleicht wirklich besser man lässt sie einfach schreiben? Wer seine Gedanken und Gefühle nicht in Worte fassen kann, sollte wohl doch lieber auf einen Redenschreiber zurückgreifen.

Die ersten Worte beginnen meist mit „Liebes Brautpaar“ oder „liebe …  , lieber …“. Klar, dass sich die gerade frisch vermählten Eheleute angesprochen fühlen. Aber was ist mit den Gästen? Die Hochzeitsrede (und dabei spielt es keine Rolle, wer sie hält) sollte doch auch die Gäste zum Zuhören animieren. Gerade die sind besonders neugierig und warten vielleicht auf den ersten humorvollen Brüller in dieser emotionalen Runde. Aber was gehört denn in so eine Rede?

Worte kommen aus dem Herzen

Fakten, Daten und Langweiliges sollten keine Rede im Ganzen schmücken. Geburtsdaten, Verlobung und das erste Date sind wenige Fakten, aber sie gehören im geringen Maße dazu. Nun spielt es natürlich auch ein wenig eine Rolle, wer nun diese Rede hält. Ist es die Brautmutter, so werden viele emotionale Momente mit der Tochter ihren Platz in der Rede finden. Der beste Freund des Bräutigams hat sicher eine Menge aus der Jugendzeit zu erzählen. Insgesamt sollte das Brautpaar als Ganzes betrachtet werden und wenn Sie wirklich darüber nachdenken, so fallen Ihnen mit Sicherheit viele schöne und vielleicht auch traurige Momente ein.

Wer sagt denn auch, dass das ganze Leben immer von schönen Erinnerungen begleitet wird? Gefühle gehören dazu und haben ein Anrecht, in der Rede verarbeitet zu werden. Möchten Sie Ihre Rede schreiben lassen? Auch dafür sind einige Gedanken notwendig. Erzählen Sie so viel wie möglich über das Brautpaar und Sie werden staunen, was sich damit alles in gefühlvolle Worte zaubern lässt.

Wenn Worte aus dem Herzen kommen, wird eine Rede nicht nur das Brautpaar zu Tränen rühren. Cathleen Lehmann